Projekt Baureihe 81

Bilder der Original-BR81 mit freundlicher Genehmigung von Thomas Adler (Dampfbahn Leverkusen e.V.)


Häufig werden wir gefragt, wie denn so eine Lok gebaut wird. Natürlich erklären wir dann gerne und ausführlich, wie die Entstehungsgeschichte so verlaufen ist, wie lange es gedauert hat und Vieles mehr.

Auf der diesjährigen Echtdampfmesse haben zwei Mitglieder des Vereins entschieden, eine neue Lok zu bauen.

 

Die Wahl fiel hierbei auf die Baureihe 81, welche im Original nur zehn mal gebaut wurde. 

Eine 4-achsige Einheitslokomotive, welche im Güterverschiebebetrieb eingesetzt war.

 

Das Modell soll im Maßstab 1:7,8 (Spurweite 7 1/4 Zoll) von Grund auf gebaut werden. Hierbei wird kein Bausatz verwendet!

Vielmehr werden anhand der Originalpläne die Maße des Modells berechnet und die Bauteile selber hergestellt. 

 

Wir rechnen aktuell mit einer Bauzeit von 4-5 Jahren. Auf dieser Seite werden wir regelmäßig über den Baufortschritt berichten und natürlich jede Menge Bilder posten. 

Solltet Ihr Fragen haben, scheut Euch nicht, uns eine Nachricht zu schicken. 

 

So, genug der Vorrede, gehen wir es an:


Wie im Vorwort bereits erwähnt, nutzen wir die Pläne der Originallok, um unsere Modellmaße zu ermitteln. Das heisst, wir verbringen die erste Zeit damit, die Baupläne zu studieren, Teile auszumessen, Umrechnungen durchzuführen, um dann die Teile im Maßstab 1:7,8 zu zeichnen. Hier ist viel Geduld, weitreichende Planung und Genauigkeit gefragt. Fehler, die sich zu diesem Zeitpunkt einschleichen, fallen mitunter erst viel später auf und führen dann zu immensen Problemen.


Nun geht es an die Modell-Zeichnungen. Hier nutzen wir ein CAD-Programm, dessen Daten wir später für die unterschiedlichsten Maschinen (CNC-Fräsen, Wasserschneider, etc.) benutzen können. Im Programm kann man auch bereits prüfen, ob die verschiedenen Bauteile später auch zusammenpassen werden.  

 

Aus aktuellem Anlass: Es ist untersagt, dieses Foto gegen Endgeld weiterzuverwenden!


Die oben bereits erwähnte CNC-Fräse in Aktion. Aber warum fräsen wir hier Holz? Was hier zu sehen ist, ist die Vorbereitung für ein Holzmodell der Räder der BR81. Diese werden später gegossen und hierfür benötigt man pro Rad eine Gussmodell. Da wir schon bei einer anderen Dampflokomotive mit Holzmodellen gute Erfahrungen gesammelt haben, war die Entscheidung schnell getroffen. Auf dem Bild ist die Fräsarbeit für eine halbe Speiche zu sehen. Da das Rad als Guss Hinterschneidungen enthält, muss das Gussmodell geteilt hergestellt werden. 

Daher eine "halbe" Speiche ;-) 



Lange Zeit war es hier ruhig. Nun geht es weiter:

Nachdem die Speichen fertig gestellt wurden, ging es an die weiteren Bauteile der Holzmodelle. Auf den Bildern sieht man den Baufortschritt und erkennt, wie das Modell einmal aussehen wird. 

 

Wir bauen ja sehr viel (fast alles) am Lokmodell selbst. Aber Grauguss, der für die Räder benötigt wird, übersteigt dann doch unsere Werkstattausstattung. 

Schon während des Baus der Holzmodelle haben wir uns daher auf die Suche nach einer Gießerei gemacht.

Das es nicht einfach wird, wussten wir bereits aus den ersten beiden Lokmodellen, die wir gebaut hatten. 

Eine Gießerei zu finden, ist nicht schwer. Allerdings nehmen die Gießereien in der Regel nur Bauteile an, die die Größe unserer Räder bei weitem überschreitet. 

Ein übliche Antwort war: "Natürlich können wir ihnen ein Rad gießen. Aber nur für eine Originaldampflok".

 

Nach längerer Suche wurden wir dann bei einer Gießerei in der Schweiz fündig und übergaben die Holzmodelle in fähige Hände der Gießerei. 


Nach Wochen des Wartens und Daumen-Drückens, haben wir ein Paket aus der Schweiz erhalten. Auf dem Bild seht Ihr die gegossenen Räder. Diese müssen natürlich jetzt passend gedreht werden,  damit sie rund laufen und natürlich vernünftig aussehen. 


Jetzt schauen wir mal, was die Drehbank kann. 

Grauguss ist eine staubige und langwierige Dreharbeit. 

Minimale Zustellung, langsame Umdrehung und viel Geduld sind gefragt.

Mit dem Ergebnis sind wir aber sehr zufrieden. Nun kann es mit dem Rahmen weiter gehen.



 

 

Fortsetzung folgt :-) 

 

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